Die Zürcher Bibel

Informationen zur Zürcher Bibel:

 

Hintergrund

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Wie die Lutherbibel reicht auch die Zürcher Bibel ins 16. Jahrhundert. Die Zürcher Bibel ist eine Schweizer Übersetzung, die auf die Reformation von Huldrych (Ulrich) Zwingli zurückgeht, dessen Anfänge bis 1524 zurückgehen. Die Zürcher Bibel wurde für die Schweizer zur gängigen Übersetzung, wie bei uns in Deutschland die Lutherbibel.

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Grundtext

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Altes Testament: Biblia Hebraica (BHS und – soweit bereits erschienen – BHQ);

Neues Testament: Nestle-Aland, 27. Auflage; die (seltenen) Abweichungen davon sind jeweils in Fußnoten ausgewiesen. [3]

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Übersetzungstyp

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Philologisch mit sicherem Stilgefühl (Wörtliche Übersetzung).

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Besonderheiten

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Ergänzend zur neuen Übersetzung erscheinen unter dem Titel »bibel(plus)« vier Bände mit Studienmaterial, darunter ein Bibelkommentar. [3]

Die Einleitungendie Sach- und Worterklärungenstehen stehen durch den bibelkritischen Inhalt stark in der Kritik.

Ebenso ist es bei dem 165-seitigen lexikalischen Anhang. So wird aus der Sündenfallgeschichte ein urgeschichtliches Gleichnis, aus den Daniel-Geschichten Legenden. Selbst die Auferstehung im Neuen Testament sei nur ein sprachliches Bild, das erst in nachbiblisches Texten ein dogmatisher Begriff würde. [2]

Namen wurden hebraisiert (statt Josia nun Joschijahu) und sind für die meisten stark gewöhnungsbedürftig.

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Geschichte

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Im Jahr 1524 erschien bei Christoph Froschauer (deutscher Buchdrucker und Verleger in Zürich) ein Neues Testament in deutscher Sprache, schon damals ein Gemeinschaftswerk, das von Huldrych Zwingli und seinem Freund Leo Jud und anderen übersetzt wurde. Es wurde nicht nur vom Urtext direkt übersetzt, sondern auch das Neue Testament von Martin Luther von 1522 zur Rate gezogen. Die Sprache wurde dem Schweizer Deutsch größtenteils angepasst. [1]

In den folgenden Jahren wurde immer weiter übersetzt und man merkte vor allem am Alten Testament, dass der Grundtext immer stärker beachtet wurde.

1531 erschien dann die gesamte Bibel in der Zürcher Übersetzung, und somit 3 Jahre vor der Fertigstellung der gesamten Lutherbibel 1534, und ist die erste vollständige reformatorische Bibelübersetzung. [6]

In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wurde die Zürcher Bibel viel häufiger revidiert als die Lutherbibel.

Bereits 1574 erschien eine neue Revision des Neuen Testaments die näher an den Grundtext gerückt wurde. So entfernte sich die Zürcher Bibel immer weiter von der Lutherbibel.

1589 wurde die Verseinteilung eingefügt.

1597 erschien schon die Revision der gesamten Bibel und es folgten sehr viele weitere Revisionen, die nicht nennenswert sind, da diese im allgemeinen die theologische Meinung der jeweiligen Zeit widerspiegeln.

Seit 1665 wurde in der Zürcher Bibel die hochdeutsche Schriftsprache gebraucht.

Nach einer letzten Revision im Jahre 1868 und einem Neudruck davon im Jahre 1892, beschloss die Synode der reformierten Kirche von Zürcher 1907, eine gründliche Revision der Zürcher Übersetzung durchzuführen. Sie wurde nach dem Grundtext neu übersetzt und 1931 lag das Ergebnis vor.

Zunächst war die Zürcher Bibel in Deutschland ziemlich unbekannt. Erst nach dem zweiten Weltkrieg, als nur sehr wenige Lutherbibeln vorhanden waren wurde die Zürcher Bibel bekannter. Außerdem bekam sie in Deutschland immer mehr den Ruf eine bessere Übersetzung zu sein als Luthers Übersetzung nach der Revision von 1912, weil die Zürcher näher am Grundtext war. Daher wurde sie besonders unter Studenten beliebt. Die Revision wurde von der Nähe zum Grundtext ähnlich wie die Elberfelder gesehen, jedoch besser lesbar.

1987 wurde eine erneute Revision in Angriff genommen, einerseits wegen der Fortschritte in Bibelwissenschaft, andererseits auch wegen der Veränderungen der deutschen Sprache. Mehr als zwanzig Fachleute aus TheologieExegese und Germanistik arbeiteten zusammen.

1996 kamen zum Kernteam auch Gegenlesegruppen dazu um die Arbeit auf verschiedene Aspekte zu kontrollieren. Eine Frauenlesegruppe und auch eine jüdische Lesegruppe überprüften auf Diskriminierungen und auf versteckte antisemitische Aussagen.

 

Nach 23 Jahren Arbeit, ist die neue Ausgabe der Zürcherübersetzung im Juni 2007 im Zürcher Großmünster in einem feierlichen Akt der Öffentlichkeit übergeben worden.

Wohingegen von der Bibelübersetzung aus dem Jahre 1931 lediglich rund 4000 bis 5000 Exemplare jährlich abgesetzt worden, wurden bei der Ausgabe 2007 bereits in den ersten zehn Tagen wurden 11’000 Bibeln verkauft, bis Jahresende waren es 40.000 Exemplare.

 

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Fazit

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Die Zürcher Bibel ist mit Ausnahmen eine sehr genaue und gute Übersetzung. Diese Übersetzung sollte man aber mit “Vorsicht genießen” und die bibelkritische und feministische Prägung beim Lesen im Hinterkopf behalten. Daher eignet sich die Zürcher Bibel vor allem als Referenzbibel bzw. Zusatzbibel.

Da die bibelkritischen Einleitungen und Erklärung schädlich für den Glauben sein können, wird die Ausgabe mit dem blauen Einband (ohne Einleitungen etc.) mehr empfohlen.

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[spoiler title=’Quellen’ style=’default’ collapse_link=’false’]

[1] „Zürcher Bibel“ unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCrcher_Bibel (aberufen am 06.07.2018).

[2] Vanheiden, Karl-Heinz: “Die Zürcher Bibel” unter: https://www.derbibelvertrauen.de/der-bibel-vertrauen/bibeluebersetzungen/64-deutsche-bibeln/andere-uebersetzungen/956-die-zuercher-bibel.html (abgerufen am 06.07.2018).

[3]: “Deutsche Bibelübersetzungen im Vergleich” unter: https://www.die-bibel.de/bibeln/bibelkenntnis/wissen-bibeluebersetzung/deutsche-bibeluebersetzungen-im-vergleich/ (abgerufen am 06.07.2018).

[4]: „Die neue Zürcher Bibel ist ein Bestseller“ unter: https://www.nzz.ch/die_neue_zuercher_bibel_ist_ein_bestseller-1.641509 (abgerufen am 06.07.2018).

[5]: Kuschmierz, Rainer und Monika (2007): Handbuch Bibelübersetzungen: Von Luther bis zur Volxbibel: SCM R. Brockhaus; 1. Auflage.

[6]: Steiner, Robert (1975): Neue Bibelübersetzungen vorgestellt, verglichen und gewertet von robert steiner: Neukirchener Verlag; 1. Auflage.

[7]: Weber, Kurt (1987): BIBELÜBERSETZUNGEN unter der Lupe: Ein Wegweiser für Bibelleser: Verlag Schulte + Gerth Asslar; 3.Auflage.

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AusgabeDunkelblau: (ohne Einleitungen und Glossar)Dunkelrot: mit Einleitungen, Glossar und eingelegter TrauurkundeGrün: mit Einleitungen und Glossar
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